Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes


Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Mannheim

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Inhalt: Anpassungsmaßnahmen der Niedrigwasserbuhnen des Rheins zwischen Karlsruhe und Germersheim Rhein- km 359,7 und 384,5

Der bereits 1880 einsetzende Trend der Aufhöhung von Sohle und Wasserspiegel wird, sofern nicht wirksame Maßnahmen dagegen ergriffen werden, auf unbestimmte Zeit weitergehen. Die Aufhöhungen der Sohle und damit auch des Wasserspiegels werden verursacht durch Geschiebeablagerungen.
In Anlandungsstrecken, in denen das Transportvermögen des Stromes zumindest für bestimmte Kornfraktionen des ankommenden Geschiebes nicht mehr ausreicht, bilden sich Schwellen im Strom, die insbesondere im Bereich von Übergängen zu einer Einschränkung der für die Abladung nutzbaren Wassertiefen führen, weil der Wasserspiegel örtlich nicht in gleichem Umfange ansteigt. Die Einschränkung der Fahrrinnenbreiten ist ein wesentliches Indiz für eine solche Entwicklung. Durch diese Aufhöhungen verlieren die vorhandenen Buhnen an Wirkung und die Geschiebeablagerungen nehmen weiter zu. Fehltiefen- und Fehlbreitenstellen treten vermehrt auf, die auf Dauer nicht hingenommen werden können.

Die Folgen der Geschiebeablagerungen sind:

Ohne Ausbaumaßnahme wären erhebliche Beeinträchtigungen der Schifffahrt auf der verkehrsreichsten Binnenwasserstraße Europas die Folge.

Zwischen Karlsruhe und Germersheim muss daher eine Sohleneintiefung mit anschließendem Sohlengleichgewicht erreicht werden.
Die Geschiebeablagerungen und Baggerungen sollen durch die geplante Maßnahme künftig minimiert werden.
Durch die Aufhöhung der Buhnen i.M. um rd. 30 cm sowie eine maßvolle Verlängerung / Neubau der Buhnen (bei einem Streichlinienabstand 3 140 m) und die Wiederherstellung der abgelaufenen Buhnenköpfe einiger vorhandener Niedrigwasserbuhnen, soll eine erforderliche Sohlenvertiefung - d.h. eine Fahrrinnentiefe von 2,10 m unter GLW auf eine Fahrrinnenbreite von 92,00 m auf Dauer erreicht werden.

Die Ausbauarbeiten wurden in 3 Abschnitte untergliedert.
Der 1. Ausbauabschnitt erstreckte sich über Rhein-km 359,7 - 362,6 und wurde im Februar 1996 fertiggestellt. Über die vorgenommene Nachregelung wurden von der BAW (Bundesanstalt für Wasserbau) Nachuntersuchungen durchgeführt. In den Untersuchungen wurden die Auswirkungen auf die Fließgeschwindigkeiten, Wasserspiegel sowie die Sohle untersucht .
Der 2. Abschnitt von Rhein-km 362,6 - 370,7 wurde von der Firma Bunte Papenburg gebaut und im August 2002 abgeschlossen.

Buhnen Karlsruhe